Landesverband Prostatakrebs Selbsthilfe NRW e.V.

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 Kategorien : Frage des Monats

 

Frage an den Experten

Prof. Axel Heidenreich, Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Aachen


F: Ist  die intermittierende Hormonentzugstherapie (IAD) hinsichtlich Ihrer Wirkung gleichzusetzen mit einem kontinuierlichen Hormonentzug?

A: Zusammenfassend handelt es sich bei der IAD um eine potentiell sinnvolle Variante der Androgendeprivation beim metastasierten PCA, die aufgrund der verkürzten Behandlungsintervalle nicht nur eine Verbesserung der LQ der Patienten mit sich bringt, sondern gegenüber der kontinuierlichen Androgenblockade deutlich kostengünstiger ist. Derzeit können jedoch keine Aussagen über die tumorspezifischen Überlebensdaten im Vergleich zur herkömmlichen Hormontherapie getroffen werden, so dass die IAD weiterhin als experimentelle Therapie angesehen werden muss. Soll die IAD dennoch außerhalb von Studien zur Anwendung kommen, sollten folgende Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt werden:
• 2- bis 3-monatliche Kontrolle von PSA und Testosteron in den therapiefreien Intervallen
• fehlender Nachweis von viszeralen oder Knochenmetastasen
• PSA-Relapse nach radikaler Prostatektomie erscheint als geeignete Indikation

(Auszug aus „Die Hormontherapie beim metastasierten Prostatakarzinom – Ein Ratgeber mit Fallbeispielen“ von Axel Heidenreich, Verlag Uni-Med)

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 Beitrag vom : 22. Mai 2014
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